Kara Schott

SENIOR EDITOR

lives in Hamburg and is constantly supporting animal welfare programs, both in Germany and Ireland. Even though, this is not her profession, but a voluntary commitment, she spends all her time looking for pet-food donations, financial supporters and informing as many people as possible about the misery, in which many Irish animals live.

Tierschutzexperte Frank Weber, Reakteur bei der VOX Sendung "Hund Katze Maus", hat die Arbeit meiner Mutter in Irland schon oft unterstützt. Im Frühjahr 2017 war es dann soweit: Gemeinsam sind wir nach Irland geflogen, damit sich Frank Weber vor Ort ein Bild machen kann von der Situation der Rennhund-Industrie in Irland und um dabei zu helfen zwei der Greyhounds, die auf der Farm leben, nach Deutschland zu vermitteln. Wir haben gemeinsam mit meiner  Mutter einen sogenannten Dog-Pound, einen staatlichen Zwinger, in dem Hunde zu Hunderten getötet wurden und zum Teil auch immer noch werden, besucht, wir waren auf der Hunderennbahn in Limmerick und natürlich auf der Farm.

Wir arbeiten in Irland mit verschiedenen Tierheimen und Tierschutzorganisationen zusammen. Bedingt durch teilweise ungeschulte Helfer sind sie mit der Pflege speziell von Katzen- und Hundewelpen sowie sehr kranken Tieren häufig überfordert. Hier sind wir vor Ort bekannt und werden in solchen Fällen zu Hilfe gerufen.

Windhunderennen und die damit verbundenen Sportwetten sind in Irland eine beliebte Freizeitaktivität für die ganze Familie. Die Rennindustrie ist ein knallhartes Geschäft. Denn eignen sich die gezüchteten Hunde doch nicht für die Rennen oder sind sie zu alt dafür, landet ein Großteil von ihnen in Tötungsstationen. Für Greyhounds gilt eine 24 Stunden Frist: werden sie in dieser Zeit nicht vermittelt, ist ihnen der Tod sicher. Natürlich nehmen diese Tötungsstationen (Pounds) auch alle anderen Tiere wie Katzen, Haushunde oder Pferde auf.

"Wir geben uns große Mühe für die Hunde ein geeignetes neues Zuhause zu finden. Unsere Greyhounds werden nicht einfach wie Spanische Hunde aus den Tierheimen zum neuen Besitzer verfrachtet, sondern wir kümmern uns erst einmal um die Gesundheit und den Seelenzustand des Hundes. Wenn wir ihn dann kennengelernt haben, suchen wir nach der passenden Familie für ihn."

Kristiane

Sie brennt förmlich, um zu gefallen – ein junger Hund mit einem großartigen Potential. Wir gehen ins Haus und lernen die Katzen kennen. Bumblebee – ein wunderschönes Tier auf drei Beinen. Tagelang lag sie in der Stadt in einem Graben. Bis eine Frau mit ihrer Tochter sich der Katze annahm. In den umliegenden Geschäften fragten sie „wem gehört diese Katze“? „Ach die – die liegt da schon seit Tagen, die gehört keinem…“ Das Bein musste amputiert werden, Kristiane pflegte die schwerkranke Katze gesund. Bumblebee ist fabelhaft: Superfreundlich, neugierig, absolut zutraulich. Am liebsten würde ich sie mitnehmen… Zwei Katzenbabys tummeln sich auf der Fensterbank. Wir taufen sie Iva und Olli. Entzückend! Gesund und munter und nach der Rettung erholt, erkunden sie ihre Umgebung. Kristiane erzählt uns die Geschichten der Tiere und mir wird schlecht. Unvorstellbar die grausame Gleichgültigkeit der Menschen, unvorstellbar, dass diese gequälten, misshandelten und vergessenen Tiere uns trotzdem so freundlich und liebevoll begegnen. Der Hof von Kristiane ist groß und weitläufig mit wunderschönen angrenzenden Wiesen, auf denen ihre Ponys und auch die beiden Esel Molly und Lennart weiden. Zu jedem Tier gibt es eine tragische Geschichte. Wenn man die Tiere jetzt sieht, mag man es nicht glauben. Weenona kommt um die Ecke. Ein Bild von einem Greyhound. Glänzendes Fell, sehr charismatische Ausstrahlung. Durch eine seltene Lebererkrankung, die sie in zweifacher Hinsicht fast ihr Leben gekostet hätte, benötigt sie Extrapflege und Extrafutter sowie regelmäßige tierärztliche Überwachung. Wenn man den glücklich strahlenden Hund sieht, möchte man ihr ALLES geben. Der Tag zieht vorbei. Iva darf helfen, die Ponys und Esel zu versorgen und auf die Nachtkoppel zu holen. Die Esel sind sehr an unserem Wohnmobil interessiert, ich muss die Tür schließen, sonst würden sie vermutlich zusteigen. Tullja ist etwas überfordert, als

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